Neuigkeiten aus der Welt des Bad Nauheimer Fechtsports

Deutschlandpokal-Prämiere des VfL Bad Nauheim

Pressemitteilung, veröffentlicht in der Wetterauer Zeitung am 20.11.2021

Erste Runde für die Damen- und Herrendegenmannschaft. Damen ziehen in die nächste Runde ein.

In diesem Jahr nahmen die Bad Nauheimer Fechter erstmals in der Vereinsgeschichte am Deutschlandpokal teil, dem größten nationalen fechtsportlichen Ereignis. In diesem Wettbewerb treten seit 1981/82 jährlich rund 300 Mannschaften mit ca. 1000 Fechtern in den Disziplinen Säbel, Degen und Florett gegeneinander an. Die Auslosung der Erstrundenpaarungen verschaffte der Damen- und Herrendegenmannschaft des VfL Bad Nauheim das Heimrecht, sodass am Abend des 15. November passend zum sportlichen Höhepunkt des Jahres die Sporthalle am Solebecken in eine Fechtarena verwandelt wurde.

Zusammen mit den zahlreich erschienen Zuschauern hießen die Fechterinnen und Fechter den Bürgermeister Bad Nauheims, Herrn Klaus Kreß, herzlich willkommen.

Den Auftakt des Abends machten das Damen-Team des VfL Bad Nauheim (Julia Bartnik, Marie Kessler, Isabel Weinert und Charlotte Korb) gegen das Team der SSG Bensheim. Julia Bartnik bestritt das erste Gefecht und brachte durch sehenswerte Treffer den VfL sofort in Führung. Der Funke der Begeisterung sprang von Anfang an auf die gut besuchte „Fankurve“ über. Technisch überzeugend gelang es über die weiteren Gefechte, den Vorsprung stetig auszubauen, sodass die Nauheimer Fechterinnen die erste Runde im Pokal mit 45:37 Treffern souverän für sich entscheiden konnten. „Der Auftakt des Deutschlandpokals war eine einzigartige Teamwork-Erfahrung. Ich bin stolz auf unsere Leistung“, sagte Marie Keßler.

Angespornt durch den Erfolg der Damen nahmen sich die Herren des VfL (Tibor Ziegelhöffer, Philipp Kondring, Thomas Weinert und Sebastian Barbas) vor, in ihrem Mannschaftsgefecht die Gäste des Darmstädter FC zu schlagen. Nach den ersten Aktionen auf der Planche zeigten sich die Darmstädter als der erwartungsgemäß schwere Gegner, dem es zunehmend gelang, die Partie an sich zu ziehen. Als die Gäste ihre Führung konsequent ausbauten, schaltete Philipp Kondring energisch in den Offensiv-Modus und konnte innerhalb eines Gefechts den Rückstand des VfL spektakulär um acht Treffer verkürzen. So blieb die Spannung bis zum Schluss der Partie erhalten, auch wenn die Nauheimer Herren schließlich mit 29:45 Treffern unterlagen. „Auch wenn das Ergebnis eindeutig war, wir haben auf der Fechtbahn den Rückenwind unserer Fans durchweg gespürt“, fasste Thomas Weinert seine Eindrücke zusammen.

Unter dem Eindruck der tollen Atmosphäre zeigte sich Tibor Ziegelhöffer, Leiter der VfL-Fechtabteilung, sehr zufrieden: „Als erstes gratuliere ich unseren Damen zum überzeugenden Einzug in die zweite Runde und bedanke mich auch bei den gegnerischen Mannschaften für den fairen Wettkampf. Ich bin aber auch sehr glücklich darüber, dass es uns heute gelungen ist, attraktiven Fechtsport zu präsentieren. Gerade die Anwesenheit von Herrn Kreß motiviert unsere Fechter und ist eine Bestätigung für das gesamte Trainerteam, die Jugendarbeit auf hohem Niveau fortzusetzen“.

Die gesamte Fechtabteilung bedankt sich für die Spenden, die uns im Verlauf des Abends erreicht haben. Diese kommt in voller Höhe dem Nachwuchs zugute.

Hier der zugehörige Presseartikel der Wetterauer Zeitung.

Zum ersten Mal auf der internationalen Bühne:
Sebastian Barbas (oben) und Isabel Weinert (unten).

Vereinsgeschichte geschrieben

Pressemitteilung, online veröffentlicht in der Wetterauer Zeitung am 5.11.2021

Isabel Weinert und Sebastian Barbas starten beim U17 Europacupturnier in Heidenheim

Mit ihren großartigen Ergebnissen bei den nationalen Qualifikationsturnieren in Heidenheim und Solingen haben sich Isabel Weinert und Sebastian Barbas vom VfL Bad Nauheim für den „European Cadet Circuit“ in Heidenheim qualifiziert. Das mit 450 Teilnehmern aus 24 Nationen international besuchte Turnier zählt zu den am stärksten besetzten Nachwuchsturnieren weltweit. Trotz toller Leistungen verpassten die beiden Nachwuchstalente die Qualifikation für die Ko-Runde im ersten Anlauf denkbar knapp.

„Isabel und Sebastian haben allein mit ihrer Nominierung Vereinsgeschichte geschrieben“, freut sich Abteilungsleiter Dr. Tibor Ziegelhöffer. „Zum ersten Mal konnten sich Fechter des VfL Bad Nauheim für ein so großes Nachwuchsturnier qualifizieren. Wir sind sehr stolz auf die beiden.“

In der traditionsreichen Karl-Rau-Halle fechten zu können ist immer aufregend.  Für Isabel Weinert, die bereits am Samstag antrat, war das ein besonderer Ansporn, ihr Können auf der Planche zu beweisen. Letztendlich fehlte sage und schreibe ein Treffer für den Einzug in die Ko-Runde. „Die Fechtstile der anderen Teilnehmer waren so verschieden, dass ich von Anfang an sehr gut aufpassen musste, um nicht selbst einen Treffer zu kassieren. Das war noch mal eine ganz andere Hausnummer als bei den vorangegangenen Turnieren“, so Isabel.

Am Sonntag startete Youngster Sebastian Barbas, der mit seinen 13 Jahren zu den jüngsten Teilnehmern des Turniers zählte. Begeistert vom internationalen Flair präsentierte er selbstbewusst sein Können.  In einer schweren Runde setzte er viele Treffer, konnte mit den Top-Athleten am Ende jedoch noch nicht mithalten. Sein Fazit: „Von den anderen Fechtern habe ich mir einiges abgeschaut. Dies hilft mir dabei, meinen Fechtstil weiterzuentwickeln.“

Cheftrainer Philipp Kondring, der selbst als aktiver Sportler Europacupsieger wurde, zeigt sich hochzufrieden: „Isabel und Sebastian haben tolle Leistungen gezeigt. Beide sind noch in der U15 startberechtigt und können sich in den nächsten Jahren noch deutlich steigern. Daran werden wir arbeiten.“

Hier der zugehörige Presseartikel der Wetterauer Zeitung.

Ticket für die Deutschen Meisterschaften gelöst

Pressemitteilung, erschienen in der Wetterauer Zeitung am 30.09.2021

Am 18. und 19. September trafen sich die hessischen Fechterinnen und Fechter in Dörnigheim. Dort wurde der zweite Teil der Hessischen Meisterschaften ausgetragen, genauer die Wettbewerbe der Aktiven sowohl im Damen- als auch im Herrendegen. Der VfL Bad Nauheim war erneut vertreten, diesmal mit Julia Bartnik, Marie Keßler, Philipp Kondring, Tibor Ziegelhöffer, Alexander Klöppel und Gunnar Kolacny.

Das Teilnehmerfeld war hochkarätig besetzt, u. a. mit Nikolaus Bodoczi und Maximilian Meszaros (beide FC Offenbach), Daniel Türkis (Darmstädter FC) sowie den Brüdern Kirill und Philipp Timoshenko (beide Frankfurter TV). Sie rangieren auf der Hessischen Rangliste unter den Top 10 bzw. in der nationalen Rangliste unter den Top 30 der Degenfechter.

Für Philipp Kondring verlief die Vorrunde auf jeweils 5 Treffer vielversprechend. Vier der fünf Gefechte konnte er für sich entscheiden und war somit für die Direktausscheidung im 32er Feld qualifiziert. Im darauffolgenden Gefecht gelang mit 14 zu 8 Treffern ein Achtungserfolg gegen Daniel Türkis. Nach einem weiteren Sieg im Achtelfinale wartete in der Runde der letzten Acht mit Philip Timoshenko ein echter Brocken. Das Gefecht ging mit 15:7 Treffern an den späteren Halbfinalisten Timoshenko. Kondring zeigte sich dennoch zufrieden, da er sich mit dieser Leistung sicher für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren konnte.

Bei den Damen haben Julia Bartnik (17) und Marie Keßler (18) aus Sicht des Trainerteams des VfL Bad Nauheim eine sehr gute Leistung gezeigt. Kürzlich erst auf Degen umgestellt, war das Erreichen der Hauptrunde kein Selbstläufer. Zwar gingen die Gefechte in der K.O.-Runde an die Konkurrenz, aber Kondring, der auch als Degen-Trainer fungiert, war sichtlich zufrieden mit dem Erreichten: „Die Leistung, die beide heute gezeigt haben, ist Ergebnis von Trainingsfleiß und Eigenmotivation. Mit dieser vorbildlichen Einstellung ist bei den Hessischen Meisterschaften im kommenden Jahr ein noch besseres Ergebnis drin sein.“

Den zugehörigen Artikel der Wetterauer Zeitung finden Sie hier.

Teilnahme des VfL Bad Nauheim an den Hessischen Meisterschaften im Fechten 2021

Pressemitteilung, erschienen in der Wetterauer Zeitung am 24.09.2021

Nach langer Zeit ohne Wettkämpfe fieberten die Nachwuchsfechterinnen und -fechter des VfL Bad Nauheim den Meisterschaften entgegen, die am 11. und 12.09.2021 in Rüsselheim zwischen 13 hessischen Traditionsvereinen ausgetragen wurden. Das Teilnehmerfeld im Damendegen U 20 zählte 31 Fechterinnen, darunter Julia Bartnik (17), Marie Keßler (18) und Isabel Weinert (14) vom VfL Bad Nauheim. Daneben traten mit Sebastian Barbas (13) vom VfL insgesamt 35 Fechter im Herrendegen U 20 gegeneinander an. Die Nervosität wurde schnell abgelegt und mit vollem Einsatz und Spaß bestritten alle die Vorrundenkämpfe auf fünf Treffer.

Nach der erfolgreichen Qualifikation ging es in die K.O.-Gefechte auf 15 Siegtreffer. Hier mussten sich unserer Fechterinnen und Fechter trotz kämpferischen Einsatzes ihren jeweiligen Gegnern geschlagen geben. „Ich bin mit der Fitness und Einstellung meines Teams hoch zufrieden“, sagte Trainer Philipp Kondring und ergänzt „Die Richtung stimmt. Das war die erste große Probe auf landesweiter Ebene. Mit Siegen gegen AthletInnen aus dem Landes- und Bundeskader haben wir einen ersten Achtungserfolg gelandet. Nun geht es darum, die gewonnenen Erkenntnisse für unsere tägliche Trainingsarbeit zu nutzen, um uns weiterzuentwickeln. „Mit einer ansprechenden Leistung im anschließenden Mannschaftsgefecht stellten die drei Bad Nauheimer Fechterinnen das Team des Landesstützpunktes Eintracht Frankfurt vor Probleme und erzielten so zahlreiche Treffer. Zum Ende hin konnte das Team jedoch nicht ganz mithalten.

An den Wettkämpfen der Aktiven (Ü 20) im Herrenflorett nahmen Gunnar Kolacny, Helge Wirth und Thomas Weinert teil. Bei dem deutlich niedrigeren Altersdurchschnitt der Konkurrenz war es von Vorteil, dass die drei Vertreter des VfL Bad Nauheim konditionell sehr gut vorbereitet waren. Hierbei profitierten sie vom Online-Training während der Corona bedingten Schließung der Sportstätten. Hoch motiviert ging es in die Vorrunde, die Helge Wirth aufgrund einer Verletzung leider nicht zu Ende fechten konnte. Nach der Qualifikation mussten sich Gunnar Kolacny und Thomas Weinert in der anschließenden K.O.-Runde geschlagen geben.

Aufgrund seiner Verletzung musste Helge Wirth aufgeben. Zunächst sah es so aus, als müsste das VfL-Team die geplante Teilnahme am Mannschaftswettbewerb zurückziehen. Dass es nicht so kam, ist der großartigen Bereitschaft von Ricardo Cwikla vom FC Rüsselsheim zu verdanken. Er sprang ein, sodass die spontan formierte Mannschaft der Stadtgemeinschaft VfL Bad Nauheim/FC Rüsselsheim gegen die Konkurrenz antrat. „Wir haben Teamgeist vereinsübergreifend entwickelt. Diese wunderbare Erfahrung hat zu einem gelungenen Abschluss des Turniers beigetragen“, resümierte der Teamkapitän Helge Wirth.

Den zugehörigen Artikel der Wetterauer Zeitung finden Sie hier.

En garde, Bad Nauheim! So will die Fechtabteilung des VfL Bad Nauheim zu einem Spitzenverein in Hessen werden

Seit mehr als 100 Jahren wird in Bad Nauheim gefochten, zuletzt aber vor allem oft abseits der breiten Öffentlichkeit. Nun nimmt die Abteilung des VfL Bad Nauheim mit neuen Gesichtern einen neuen Anlauf. Ein Besuch.

Reportage der Wetterauer Zeitung (Text: Philipp Keßler, Fotos: Nicole Merz), erschienen am 29.07.2021

Es ist eine der ältesten Formen des Wettbewerbs der Menschheit: Fechten. Bereits in der Antike duellierte man sich. Das Fechten verlor mit dem Aufkommen der Schusswaffe ab dem 17. Jahrhundert zwar militärisch seine Bedeutung, blieb für das zivile Duell aber erhalten. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird sportlich gefochten. 1896 fanden die ersten deutschen Meisterschaften statt, im selben Jahr war Fechten eine der Gründungssportarten der modernen Olympischen Spiele. Bei den derzeit laufenden Spielen in Tokio wird mit Degen, Florett und Säbel – einzeln und in der Mannschaft, bei Damen und Herren – in insgesamt zwölf Disziplinen gefochten.

Auch in Bad Nauheim ist der Fechtsport seit 1908 vertreten, seit 1945 als Abteilung des damals neu gegründeten VfL Bad Nauheim. Aktuell hat die Abteilung 43 Mitglieder im Alter zwischen sieben und 83 Jahren, rund 65 Prozent davon sind Kinder. Und genau hier soll in Zukunft nachgelegt werden: Die 2020 neu aufgestellte Abteilungsleitung hat zuletzt einen vierwöchigen Schnupperkurs mit insgesamt 53 Kindern zwischen sieben und 14 Jahren organisiert. Das Feedback sei durchweg positiv gewesen, sagt Degen-Cheftrainer Philipp Kondring. Der ehemalige Bundeskader-Athlet, dreifache deutsche Meister und Weltcup-Sieger ist zuversichtlich, dass »wir eine gute zweistellige Zahl an neuen Mitgliedern gewinnen können«. Das Credo: »Die Jugendarbeit hat absoluten Vorrang.«

Den vollständigen Artikel der Wetterauer Zeitung finden Sie hier.


Der VfL Bad Nauheim hat sich für den Projektwettbewerb der GFF beworben.

VfL Bad Nauheim bewirbt sich beim Projektwettbewerb der GFF

von Philipp Kondring, 20.06.2021

Seit Beginn der Corona-Krise sieht sich Sport-Deutschland großen Herausforderungen gegenüber. Die Sporthallen über lange Zeiträume geschlossen, mussten neue Wege für Training und Vereinsarbeit gefunden werden. Auch das Gewinnen neuer Mitglieder wird durch die Auswirkungen der Pandemie deutlich erschwert.

Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen in der Region Wetterau hat es die Fechtabteilung des VfL Bad Nauheims geschafft, Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen zu finden. Mit viel Engagement und einem klaren Konzept, welches Sport, Vereinsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit umfasst, ist der Verein gut durch die Krise gekommen und bereit, den Fechtsport in Bad Nauheim zu einer festen Größe in der Wetterauer Sportlandschaft zu entwickeln.

„Wir sind sehr stolz, in dieser herausfordernden Zeit gegen den Trend eine positive Mitgliederentwicklung gehabt zu haben“, so Dr. Tibor Ziegelhöffer, Abteilungsleiter der Bad Nauheimer Fechterinnen und Fechter. „Dank unseres Trainerteams, dass in den letzten sechs Monaten neben 80 Stunden Onlinetraining auch einige tolle Aktionen zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls organisiert hat, konnten wir uns trotz Sport-Lockdown zusammen weiterzuentwickeln“.

Mit der Teilnahme am Projektwettbewerb der Gesellschaft zur Förderung des Fechtsports (kurz GFF), welcher Vereine für Ihren Einsatz während des Sport-Lockdowns auszeichnen soll, können die Fechterinnen und Fechter der Kurstadt auf einen Gewinn von insgesamt 750,00€ hoffen. „Mit unserer schriftlichen Bewerbung, die insgesamt stolze 16 Seiten umfasst, haben wir die Möglichkeit bekommen, unsere Konzepte und Projekte für den Fechtsport in der Region Wetterau detailliert vorzustellen“, so Sportkoordinator Philipp Kondring.

Die hochkarätige Jury, in der neben Fechtlegende Volker Fischer (Olympiasieger 1984) unter anderem auch Max Hartung, die deutsche Olympiahoffnung für Tokyo, sitzt, wird die eingegangenen Bewerbungen nun sichten und die besten Ergebnisse auszeichnen.

Gefördert wird der Projektwettbewerb übrigens von der steep GmbH, dessen Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Möseler selbst einst erfolgreicher Fechter war.


Haben große Pläne: Abteilungsleiter Dr. Tibor Ziegelhöffer und der neue Sportkoordinator Philipp Kondring

VfL Bad Nauheim stellt neues Nachwuchskonzept vor

Fechten: Neuer Sportkoordinator Philipp Kondring hat große Ziele
Pressemitteilung des VfL Bad Nauheim, erschienen in der Wetterauer Zeitung am 12.06.2021

In der Fechthalle des VfL Bad Nauheim weht seit rund einem Jahr ein frischer Wind. Mit dem ehemaligen Bundeskaderfechter und Weltcupsieger Philipp Kondring konnte ein junger und noch dazu erfahrener Trainer für die knapp 40 Fechterinnen und Fechter gewonnen werden. „Wir sind sehr glücklich, dass Philipp uns als Trainer und sportlicher Leiter zur Verfügung steht“, so Dr. Tibor Ziegelhöffer, Abteilungsleiter der Fechtabteilung. „Philipp versteht es hervorragend, unseren Nachwuchs zu motivieren und gezielt zu fördern. Mit seinem Einsatz und seinen Ideen trägt er entscheidend zur Weiterentwicklung unserer Abteilung bei“.

Aufgewachsen in Heidenheim, einer Hochburg des deutschen Fechtsports, erlernte Philipp bereits im Alter von 7 Jahren das Fechten. Gemeinsam mit seinem langjährigen Trainer und Weggefährten Wilhelm Ewert entwickelte er sich schnell zu einem der erfolgreichsten Nachwuchsfechter Deutschlands und feierte große Erfolge. 2014 gewann er in Klagenfurt eines der größten U17 Turniere der Welt: Den European Circuit. Zwei Jahre später folgte der Sieg beim U20 Mannschafts-Weltcup in Riga sowie der Aufstieg in die A-Nationalmannschaft.

Durch die Aufnahme seines Management-Studiums in Frankfurt im Jahr 2016 fand Philipp den Weg nach Hessen. Heute ist der dreimalige deutsche Meister leitender Trainer der Bad Nauheimer Fechter und fördert jedes Mitglied unserer Abteilung, ganz unabhängig vom jeweiligen Leistungsstand.

Ziele hat der neue Mann auf jeden Fall: „Wir wollen wachsen und uns zu einem führenden Verein in Hessen entwickeln. Dazu werden wir den Nachwuchs jetzt noch systematischer fördern und mit gezielten Schnupperkursen neue Interessenten für unseren Sport gewinnen.“ Dieser Vorstellung folgend hat die Abteilung im Juni eine große Summe in neue Ausrüstung für Kinder und Jugendliche investiert, die im Rahmen des bald startenden Schnupperkurses erstmalig zum Einsatz kommen wird. „Nachdem wir nach sechs Monaten Online-Training endlich in unsere Halle zurückgekehrt sind, möchten wir allen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bieten, das Fechten unverbindlich auszuprobieren“, so der Degen-Spezialist.

Für den bestehenden Nachwuchs wurde ebenfalls ein neues Konzept ausgearbeitet. „Es ist extrem wichtig, dass unsere Sportlerinnen und Sportler technisch und taktisch gut ausgebildet sind. Deshalb setzen wir auf einen starken Austausch zwischen Sportler und Trainer“, so Philipp. Im Rahmen von Fechtlektionen (Individualtraining mit einem Trainer) werden die Athleten auf zuvor identifizierte Fehler aufmerksam gemacht und dann gezielt geschult. Anschließend kann das frisch erlernte Wissen im gemeinsamen Gruppentraining, für welches neue Trainingspläne erarbeitet wurden, direkt angewendet werden. Als Grundsatz gilt dabei immer: Der Spaß steht stets an oberster Stelle.

Den zugehörigen Artikel der Wetterauer Zeitung finden Sie hier.


Sport-Physiotherapeut Felix Schmid, Betreuer der deutschen Herrendegen-Nationalmannschaft, führt durchs Bad Nauheimer Onlinetraining.

Lernen vom Experten

Trainingseinheit mit Felix Schmid, Physiotherapeut der Herrendegen-Nationalmannschaft
von Thomas Weinert, erschienen in der Wetterauer Zeitung am 21.05.2021

Allez! (franz. für Los!) ist die Aufforderung des Kampfrichters an die Fechter*Innen auf der Fechtbahn zur Aufnahme des Gefechts. Dieses Kommando wurde durch die Corona-bedingte Schließungen aller Sportanlagen schon lange nicht mehr angesagt. Der seit November andauernde Sport-Lockdown stellte die Sportkoordinatoren der Fechtabteilung des VfL Bad Nauheim – Philipp Kondring und Johanna Schelter – vor eine besondere Herausforderung. Ist es doch wichtig, die Fitness und damit die Beweglichkeit und Reaktionsschnelligkeit der Fechter*innen aufrecht zu erhalten. Daher lädt das Trainerteam seit November weiterhin zu den gewohnten Zeiten zum Training ein, das jetzt aber ganz zeitgemäß mittels Videokonferenz durchgeführt wird. Montags liegt der Schwerpunkt auf Fitness. Fechttheorie und -praxis stehen donnerstags auf dem Programm. Alles was es braucht, ist ein Computer und etwas Platz. “Es ist uns ein wichtiges Anliegen, unseren Mitgliedern ein attraktives Angebot zu machen“, sagt Philipp Kondring und ergänzt: „Tatsächlich haben wir die Zeit aktiv genutzt, um uns sportlich weiterzuentwickeln. Neben den klassischen Trainingseinheiten führen wir jetzt auch Seminare durch, in denen wir Gefechte anhand von Videos analysieren, um uns über die Pandemie hinaus taktisch und technisch zu verbessern.“

Nach bereits sechs Monaten erfolgreichen Online-Trainings organisierte das Trainerteam ein Highlight. Unter dem Motto „Physiologie im Fechtsport“ führte am 28. April Felix Schmid, betreuender Physiotherapeut der deutschen Herrendegen-Nationalmannschaft, durch das Training. Mit seiner Expertise ging er in einem theoretischen Teil auf die für den Fechtsport relevanten Muskelgruppen ein und gab wertvolle Hinweise zu spezifischen Aufwärmübungen zur Vermeidung von Verletzungen. Um den Trainingserfolg zu steigern, rät er zusätzlich zu Ausgleichs- und Koordinationsübungen.

Ebenfalls wichtig für Sportler*innen ist die optimale Vorbereitung auf Turniere. Ein Wettkampftag dauert mehrere Stunden, in denen sich Phasen der Anspannung durch Gefechte mit Ruhephasen abwechseln. Mit seinen Tipps zur optimalen Aktivierung des Organismus, zur Krafteinteilung und zur Ernährung gab Felix Schmid zugleich persönliche Erfahrungen aus seinen 12 Jahren als aktiver Fechter an die Teilnehmer*Innen weiter. Dabei ging er auch auf die zahlreichen Fragen der Sportler*innen ein.

Der anschließende praktische Teil endete mit einem gemeinsamen Workout unter seiner Anleitung. „Philipp und ich kennen uns schon seit über 15 Jahren. Als er mich gefragt hat, ob ich für ein solches Event zur Verfügung stehe, habe ich natürlich sofort zugesagt. Die Teilnehmer waren alle hoch motiviert und haben gute Fragen gestellt. Daher freue ich mich schon auf das nächste Mal“, so Felix Schmid. Gemeinsam lassen sich schwierige Situationen besser bewältigen. Daher nahmen auf Einladung des VfL Bad Nauheim auch die Fechter*inne des MTV Gießen und von Eintracht Frankfurt (Landesstützpunkt) an diesem Training teil.

„Mit dieser besonderen Veranstaltung hat Felix die Trainingsarbeit der Fechter*innen über Corona hinaus nachhaltig unterstützt“, so das Fazit von Gunnar Kolacny, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Fechtabteilung des VfL Bad Nauheim. Die Abteilungsleitung freut sich auf alle Interessent*innen jeden Alters, die mit der Lockerung der Corona-Maßnahmen und Öffnung der Sportstätten eine neue sportliche Herausforderung suchen. Alle wichtigen Informationen für eine Mitgliedschaft in unserem Verein sind auf der Homepage https://fechtsport-badnauheim.de zu finden.


Neues Material für die Fechtabteilung: Im Rahmen des Onlinetrainings wurde gemeinsam abgestimmt, wie die gesammelten Vereinsscheine eingelöst werden.

Neue Ausstattung für die Fechtabteilung

von Philipp Kondring, 17.02.2021

Die weltweite Corona-Pandemie hat Folgen für nahezu alle Bereiche des Lebens – auch für den Breitensport. Um die rund 91.000 Amateur-Sportvereine in Deutschland in dieser schweren Phase zu unterstützen, hat REWE im vergangenen Dezember die Aktion „Scheine für Vereine“ ins Leben gerufen, von der auch der Fechtsport in Bad Nauheim profitiert.

„Wir freuen uns sehr, dass REWE den Vereinssport mit dieser tollen Aktion unterstützt“, sagt Abteilungsleiter Dr. med. Tibor Ziegelhöffer. „Für die Fechtabteilung war die Aktion ein großer Erfolg. Mit knapp 800(!) Vereinsscheinen haben unsere Mitglieder und Unterstützer gezeigt, dass wir eine sehr lebendige Vereinsabteilung sind. Am Ende können wir uns zusammen über tolle Prämien im Wert von rund 300,00€ freuen“, so Tibor weiter. Im Rahmen des Onlinetrainings wurde gemeinsam beschlossen, wie die gesammelten Scheine eingelöst werden sollen.

Nochmals ein großes Dankeschön an alle fleißigen Sammler!


Bereit für die Zukunft: Die Bad Nauheimer Fechterinnen und Fechter haben eine neue Abteilungsleitung gewählt.
Neuer Ehrenvorsitzender der Fechtabteilung: Der scheidende Abteilungsleiter Peter Dziemba
Zweimal wöchentlich treffen sich die Bad Nauheimer Fechterinnen und Fechter zum Onlinetraining.

Die Weichen für die Zukunft sind gestellt!

von Philipp Kondring, 15.01.2021

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 sind viele Sportvereine in eine Art Winterschlaf gefallen. Nicht so die Fechtabteilung des VfL Bad Nauheim: Trotz des Lockdowns erlebt der Verein einen starken Aufschwung und bereitet sich intensiv auf die Zukunft vor.

„Im Jahr 2020 hat sich extrem viel getan“, freut sich Dr. med. Tibor Ziegelhöffer, neuer Abteilungsleiter der Bad Nauheimer Fechter*innen. Sein Vorgänger, Peter Dziemba, der nach Jahren an der Spitze altersbedingt nicht mehr zur Wahl angetreten war, hat sich in den letzten zwei Saisons intensiv darum bemüht, die Abteilung personell breiter aufzustellen. So gewann er beispielsweise mit dem Heidenheimer Philipp Kondring einen international erfolgreichen Fechter für das Trainerteam, welches heute mit fünf Personen hervorragend aufgestellt ist. Weiterhin setzte er sich dafür ein, dass die vielfältigen Aufgaben der Abteilungsleitung nunmehr auf mehrere Schultern verteilt  sind, um auch Themen wie die Öffentlichkeitsarbeit oder die technische Ausstattung professioneller anzugehen. „Mit diesen Bestrebungen hat Peter den Grundstein für eine positive Zukunft gelegt, auf der wir nun aufbauen können. Seine Verdienste können wir ihm nicht hoch genug anrechnen. Wir hoffen, dass er uns noch lange mit Rat und Tat zur Seite steht“, würdigt Tibor die Arbeit seines Vorgängers.

Auf der Abteilungsversammlung im September des abgelaufenen Jahres trat somit ein neues Team für die Leitung der Fechtabteilung an, welches einstimmig ins Amt gewählt wurde:

Dr. med. PhD. Tibor Ziegelhöffer (Abteilungsleiter)
Gunnar Kolacny (Stellv. Abteilungsleiter & Leiter Finanzen)
Philipp Kondring (Sportkoordinator)
Johanna Schelter (Jugendkoordinatorin)
Thomas Weinert (Öffentlichkeitsarbeit)
Martin Kessler & Peter Barbas (Leitung Technik)

Ziele hat das siebenköpfige Team auf jeden Fall. „Wir wollen wachsen und uns zu einem führenden Verein in Hessen entwickeln“, hebt Philipp hervor und fügt an, dass dieses hoch gesteckte Ziel insbesondere durch gute Nachwuchs- und Öffentlichkeitsarbeit erreicht werden kann. Eine Aufbruchsstimmung ist im Training jedenfalls deutlich zu spüren – auch in Zeiten des Lockdowns! Gemeinsam haben Johanna und Philipp ein Onlinetrainingsprogramm auf die Beine gestellt, welches montags und donnerstags zu den normalen Trainingszeiten über ZOOM durchgeführt wird. Gearbeitet wird an der allgemeinen Fitness der Sportler*innen ebenso wie an technischen Feinheiten. Zudem finden taktische Videoanalysen und Seminare zu Themen wie Sportpsychologie statt. „Wir freuen uns natürlich auf den Tag, an dem wir wieder in unsere Halle und auf Wettkämpfe dürfen!“, so Tibor abschließend. „Dann können wir gemeinsam noch weiter durchstarten“.


Hoch konzentriert: DIe Prüflinge bei der Turnierreifeprüfung in Gießen

Turnierreifeprüfung in Gießen

von Isabel & Thomas Weinert, 20.10.2020

Für acht unserer Vereinsmitglieder, Charlotte, Fiona, Isabel, Julia, Kalle, Svenja, Thomas und Wiebke, war der 18. Oktober ein wichtiger Tag, denn sie nahmen an der Turnierreifeprüfung in Gießen teil. Die Umstände waren dabei sehr speziell. Eigentlich sollte die Prüfung schon im September stattfinden, doch Corona hat uns allen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zum Glück hat der MTV Gießen trotz aller Widrigkeiten an einer Durchführung festgehalten. So traten die Prüflinge an einem kalten und nebligen Tag den Weg nach Gießen an. Mit viel AHA (Abstand- Hygiene- Alltagsmaske) ging es in die Halle. Im Vergleich zu vorhergehenden TRPen war wenig los und es herrschte eine fast angespannte Stille. Doch der ein oder andere Spaß untereinander ließ die Nervosität schnell wieder schwinden. Zuerst ging es an den theoretischen Teil der Prüfung, der für niemanden eine große Hürde darstellte.

Nach einer kurzen Pause machten auch im praktischen Teil alle eine gute Figur. Gerade für die, die im Training noch nie E- gefochten hatten, war dies ein besonders aufregender Moment. Dabei war die Truppe bunt gemischt: Die Spanne reichte von ganz klein bis ganz groß (siehe Foto).

Nach der reifen Leistung aller zeigte sich Coach Philipp Kondring hoch zufrieden: „Ich bin stolz darauf, dass alle Teilnehmer bestanden haben. Unsere Prüflinge haben sich in den letzten Wochen intensiv vorbereitet und bewiesen, dass sie für mehr bereit sind“, so Philipp weiter. Schließlich erhielten um 13:15 Uhr alle die wohlverdienten Fechtpässe, welche zur Teilnahme an offiziellen Wettkämpfen befähigen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an das Trainerteam Johanna, Peter, Philipp und Tibor für die super Vorbereitung.


VfL Bad Nauheim startet beim Deutschlandpokal 2020/21


von Philipp Kondring, 10.09.2020

Zum ersten Mal in der Geschichte unseres Vereins starten wir beim Deutschlandpokal 2020/21!
Der Deutschlandpokal ist das größte deutsche Fechtsport-Event mit jährlich bis zu 400 teilnehmenden Mannschaften auf den Planchen quer durch Deutschland. Erstmals ausgefochten wurde der Pokal 1982/83. Die Austragung der einzelnen Runden erfolgt in 2er-Begegnungen. Die Paarungen der Mannschaften in den Runden erfolgt durch Losentscheid unter Beachtung des Prinzips der Nachbarschaft.
„Das wird eine tolle Herausforderung für uns“, freut sich Abteilungsleiter Dr. med. Tibor Ziegelhöffer auf die anstehende Aufgabe. Die erste Runde des Deutschlandpokals findet Mitte Oktober statt. Wahrscheinliche Gegner in der ersten Runde sind der MTV Gießen oder der FC Wiesbaden.


Neuer Trainer für den VfL Bad Nauheim

Seit Juli 2020 erweitert der ehemalige Nationalfechter Philipp Kondring unser Trainerteam!

Herzlich Willkommen!